Um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, wollen zwei Politiker französische Inlandsflüge reduzieren und durch die Bahn ersetzen.

Zwei Politiker lösen Debatte aus

Die Chefin der grünen Génération Écologie, Delphine Batho und François Ruffin, Abgeordneter der linken Partei LFI möchten den französischen Inlandsverkehr in der Luft reduzieren.

Davon betroffen wären allerdings nur bestimmte Routen, die einerseits über gute Bahnverbindungen  verfügen sowie Routen die mit der Bahn ähnlich schnell bereisbar wären und mit dem Zug in unterhalb einer begrenzten Anzahl an Stunden gefahren werden können.

Damit könne laut der Politiker der CO2-Ausstoß um bis zu 55 Prozent bis zum Jahr 2030 verringert werden. Zudem soll dadurch das Temperaturplus auf 1.5 Grad begrenzt werden.

 

Kritik

Die Pläne der beiden Politiker stoßen indes auch auf Kritik. Würde eine große Anzahl an Flügen wegfallen, so könne „Air France“ mit starken Einbußen zu rechnen haben, da viele Passagiere die diese Verbindungen als Zubringer nutzen,  sich nun zum Beispiel für Flüge mit Lufthansa oder British Airways entscheiden und einfach in Frankfurt oder London umsteigen würden. Denn wer z.B. von Bordeaux nach New York fliegt, möchte vorher nicht in einen Zug nach Paris steigen wollen.

 

Fazit

Laut der französischen Zeitung „Le Monde“ würden 41 von 149 der wichtigsten Inlandsrouten entfallen. Von 26.8 Millionen Flugpassagieren müssten demnach über 13.8 Millionen dann mit dem Zug fahren müssen. Bei einer solchen Regelung mit einer Begrenzung von bis zu zweieinhalb Stunden wären ca. 6.6 Millionen Passagiere betroffen.

Letztendlich mag es etwas überzogen sein eine solche Anzahl an Flügen zu streichen. Allerdings gibt es einige Verbindungen, wie z. B. „Lyon – Marseille“, die von der Zeit länger dauert als mit dem Zug aber trotzdem 2018 noch von 51.000 Passagieren genutzt wurde. Bedenken sollte man allerdings auch die Auswirkungen auf die Airlines.

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