Die Ryanair-Tochter schließt im Streit um einen neuen Tarifvertrag ihre größte Basis in Wien mit 300 Arbeitsplätzen.

Lauda schließt nach einem Streit mit der Gewerkschaft Vida die Basis am Flughafen Wien. Zuletzt hatte die Fluggesellschaft der Gewerkschaft ein Ultimatum gestellt. Die Gewerkschaft weigerte sich aber, aufgrund der Corona Krise einen neuen Tarifvertrag mit deutlichen Lohnkürzungen zu unterschreiben. Nun wird die Basis am 29. Mai geschlossen. Betroffen sind 300 Arbeitsplätze.

 

300 Arbeitsplätze entfallen

Nach einer Mitteilung von Lauda hieß es, dass diese Entscheidung ausschließlich darauf zurückzuführen ist, dass die Gewerkschaft Vida es versäumt hat, einen neuen adaptiven Kollektivvertrag zu unterzeichnen. Die Mehrheit der Angestellten haben sich für den neuen Vertrag ausgesprochen.

Das Management von Lauda forderte tiefe Einschnitte z.B. Piloten sollen eine Lohnkürzung von 15 Prozent und Flugbegleiter von 5 Prozent in Kauf nehmen. Die Gewerkschaft unterzeichnete den Vertrag nicht mit der Begründung, dass man keinen Kollektivvertrag, der mit 848 Euro Netto-Einstiegsgehalt für Flugbegleiter definitiv unter der Mindestsicherung in Wien von 917 und deutlich unter der Armutsgefährdungsschwelle von 1259 Euro liegt.

Dennoch ist der Flughafen Wien offen für weitere Verhandlungen.

Andere Stationen bleiben offen

Die anderen Basen von Lauda sind von der Schließung nicht betroffen. Das bedeutet, die Basen in Düsseldorf, Palma und Stuttgart bleiben offen. Die eigentlich geplante Basis im kroatischen Zadar wird jedoch nicht eröffnet.

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