Die Billigfluggesellschaft Ryanair will die Airbus-Flugzeuge von Lauda durch Äquivalente aus der Boeing 737-Familie ersetzen. Ryanair ist seit langem ein wichtiger Kunde von Boeings 737-Jets. Die Tochtergesellschaft Lauda betreibt jedoch bis auf weiteres weiterhin Flugzeuge der Airbus A320-Familie.

Noch im Januar erklärte Ryanair Chef O´Leary mehrmals, man wolle mit Airbus über eine Order von bis zu 100 Fliegern für Lauda verhandeln. Dies hätte den Vorteil, weniger von einem einzigen Hersteller abhängig zu sein.

Im Zuge der Corona Krise erklärte er allerdings, dass man die Größe der Lauda Flotte reduzieren möchte. Fast alle Bestellungen von Airbus Lieferungen über Leasingfirmen sollen storniert werden. Einzige Bedingung sei, so laut O´Leary, dass man sich mit Boeing über Kompensationen über die verspäteten 737-Max Lieferungen einige.

 

Eine einheitliche Flotte sinnvoll?

Alles in allem macht es für Ryanair als Billigfluggesellschaft Sinn, die Airbus-Flugzeuge von Lauda zugunsten einer reinen Boeing-Flotte abzubauen. Durch die Beibehaltung eines einzigen Flottentyps kann Ryanair die Kosten niedrig halten. Das Personal muss nur für einen Flugzeugtyp geschult werden, und es können für alle Flugzeuge dieselben Ersatzteile verwendet werden.

Ryanair verfügt an seinem Drehkreuz London-Stansted über einen großen Bestand an Flugzeugersatzteilen. Diese können im Bedarfsfall mit einem Ingenieur schnell durch Europa verschickt werden.

Ryanair-Chef Michael O´Leary

Ryanair Chef O´Leary ist bekannt dafür, mit öffentlichen Aussagen den Druck auf die Flugzeughersteller zu erhöhen und eine bessere Verhandlungsgrundlage zu erzwingen. So sagte er kürzlich noch, dass Verhandlungen mit Airbus Zeitverschwendung seien, solange der Flugzeugbauer nicht auf Ryanair zukommt. Diese Aussage ist als Einladung an Airbus zu verstehen.

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