Aufgrund der Corona Krise müssen die meisten Flugzeuge am Boden bleiben. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten die Flugzeuge still zu legen.

 

Unterschied zwischen Parken und Lagerung

Wie viele Flugzeuge jeden Tag unterwegs waren wird erst jetzt deutlich – kaum noch Kondensstreifen am Himmel, Geisterflughäfen etc. Fährt man trotzdem zu einem Flughafen kann man schnell feststellen, dass auf Vorfeldern die Flugzeuge dicht an dicht abgestellt werden.

Noch ist unklar, wie lange die Corona Krise noch anhalten wird und wann die Flieger wieder abheben dürfen. Bisher haben viele Airlines ihre Flieger normal wie zwischen zwei Flügen geparkt. Eine Alternative Möglichkeit ist das sogenannte Storage (Lagerung). Dabei werden Flugzeuge für längere Standzeiten vorbereitet. Beide Abstellvarianten haben Vor- und Nachteile.

 

Die schnelle Reaktivierung

Ein Hauptvorteil des „Parkens“ ist, dass die Flugzeuge in einem nahezu flugfähigen Zustand (Flight Ready Condition) bleiben. Innerhalb von zwei Tagen kann ein solches Flugzeug wieder bereit für den Betrieb gemacht werden. Auch die zeitliche Dauer des Parkens ist an sich unbegrenzt und kann mithilfe eines Werkstattfluges wieder auf den Anfang zurückgesetzt werden. Die Triebwerke werden meistens bei geparkten Flugzeugen abgedeckt.

Die Zwangspause ist bis zu 2 Jahre möglich, um die Dauer zu verlängern müssen regelmäßige und aufwendige Funktionstests von Hauptsystemen wie Triebwerksläufe und Werksattflüge gemacht werden. Herstellerangaben sehen einen Werkstattflug etwa alle drei Monate für etwa 45 Minuten Flugzeit vor. Außerdem gelten genaue zeitliche gesetzte Wartungsintervalle sowie die Umsetzung von Lufttüchtigkeitsanweisungen.

Bei längeren Standzeiten

Beim Storage ist der Beginn sowie das Ende der Lagerung aufwendiger. Zu Beginn der Lagerungsphase werden sensible Geräte ausgebaut, die meisten Systeme konserviert, alle schmutz- und alterungsempfindlichen Oberflächen bedeckt sowie alle Öffnungen im Rumpf geschlossen. Der Vorgang dauert ungefähr eine Woche.

Erkennen kann man diese Flugzeuge oftmals an abgeklebten Fenstern, Sensoren und Triebwerken. Selbst die Triebwerke können bei Flugzeugen im „Storage“ demontiert werden. Dies ist bei geleasten Flugzeugen häufiger der Fall, da die Motoren dann ebenfalls separat gemietet werden. Die Triebwerke gehen in diesem Fall zum Teil an die Leasinggeber zurück.

Auch die Rückkehr von Flugzeugen vom Storage dauert ca. eine Woche. Bei langen Standzeiten zahlt sich der Mehraufwand allerdings aus, denn z.B Werksattflüge fallen nicht an. Die Wartungsprogramme sind ebenfalls weniger intensiv. Werden Flugzeuge für mehr als drei Monate nicht mehr benötigt, kann der Storage schon lohnenswert sein.

 

Stabile klimatische Verhältnisse empfehlenswert

Sinnvoll ist es, wenn grundsätzlich stabile klimatische Verhältnisse herrschen und auch Personal und Equipment vor Ort sind, sodass Wartungsarbeiten durchgeführt werden können. Beliebt sind möglichst trockenen Orte mit einem konstant warmen Klima, um u.a. Korrosion- und Wasserschäden vorzubeugen.

Da aber nun die Nachfrage nach Stellplätzen sehr hoch ist, müssen auch andere Orte genutzt werden. Zum Beispiel kann auch der neue BER Airport zum Parken benutzt werden.

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